Kommunikation zur Lohngleichheit setzt Klarheit voraus

Von einer trüben Statistik zur glaubhaften Offenlegung

Die meisten Schweizer Unternehmen stehen vor der Herausforderung, zum ersten Mal das Resultat ihrer Lohngleichheitsanalyse gemäss Gleichstellungsgesetz glaubhaft offenzulegen. Dabei dürfte nicht die Kommunikation zum Problem werden, sondern die Glaubhaftigkeit. Vor allem, wenn sich das Zustandekommen des Resultats intern kaum erklären lässt und man sich nicht hinter pauschalisierenden Formulierungen verstecken kann.

Bei solchen Fragestellungen erwartet die Öffentlichkeit präzise begründete, gefestigte Aussagen. Jedoch basieren die effektiven Ergebnisse der vorgeschriebenen Analyse auf einem regressionsanalytischen, wissenschaftlichen Modell und unterliegen statistischen Streubreiten und Signifikanztests. Zur Vereinfachung der «Message» vermittelt das Logib-Instrument des Bundes deshalb die Ergebnisse inzwischen in einem Ampelsystem:

Grün – Es ist kein Geschlechtseffekt feststellbar
Gelb  – Es ist ein Geschlechtseffekt vorhanden
Rot    – Grosser Geschlechtseffekt / Toleranzschwelle überschritten

Bei genauerer Betrachtung können diese Einstufungen jedoch mehr Fragen aufwerfen, als sie beantworten. Heisst grün, dass gar keine Benachteiligungen vorliegen? Warum kann man bei einer berechneten Benachteiligung von 3% trotzdem in der grünen Kategorie landen? Wie bei 7.5% in der Gelben? Was sind die genauen Ursachen für die Positionierung innerhalb der Ampel? Sind wir noch weit von Grün entfernt? Was für Massnahmen sollten angeordnet werden? Gibt es wirklich kausale Zusammenhänge oder handelt es sich bloss um Korrelationen? Wo befinden sich die konkreten Fälle von Diskrimination?

Wie sich Klarheit schaffen lässt

Das Hauptziel des Gleichstellungsgesetztes besteht darin, dass sich Firmen aktiv und ernsthaft mit der Frage der Lohngleichheit auseinandersetzen. Doch auf diesem Weg können Modellberechnungen lediglich ein Etappenziel darstellen. Darüber hinaus sollte man die Lohnfestsetzungsdynamik innerhalb der Organisation differenziert verstehen und beispielsweise die Effekte nach Ebenen oder Funktionen aufschlüsseln. Denn eine robuste Lohngleichheit lässt sich nicht einfach anhand einer pauschalisierenden Statistikformel herstellen, sondern muss auch auf der Ebene von Teams und Abteilungen zuverlässig umgesetzt sein.

Reden Sie mit uns, bevor Sie sich mit der Kommunikation zum Fenster hinauslehnen und lassen Sie sich von uns mit geeigneten Instrumenten unterstützen. Mit unserem log+insights können wir beispielsweise Zusammenhänge für Sie visualisieren und Vertrauen in die Ergebnisse vermitteln. Unser funktionsbasierter Beratungsansatz kann helfen, Klarheit und eine bessere Ordnung zu schaffen. Anhand von unseren breit abgestützten Marktdaten können wir die interne Lohnstruktur in einen externen Kontext stellen.

Das Vertrauen in die Umsetzung der Lohngleichheit ist zu wichtig, als dass man es sich erlauben kann, diesbezüglich weiterhin im Trüben zu fischen!

 

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