Die Deadline zur Lohngleichheits-Analyse rückt immer näher

Schon kleine Differenzen werfen Fragen auf

Wir überschreiten in diesen Tagen die Halbzeit jener Frist, welche in der Revision des Gleichstellungsgesetztes (GlG) für die Durchführung einer Lohngleichheitsanalyse gesetzt wurde. Es verbleiben nur noch wenige Monate um dieses gesetzliche Erfordernis umzusetzen.

Auf dem Papier besteht dadurch noch kein Anlass zur Panik. Anschliessend spendiert das Gesetz noch ein weiteres Jahr für die Prüfung der Resultate und danach ein drittes Jahr zur Offenlegung. Aber kann man ernsthaft erst zwei Jahre nach der Durchführung einer Lohngleichheitsanalyse über die Resultate sprechen? In der Praxis wollen Arbeitgeber, welche dieses wichtige Thema ernst nehmen, wohl einen wesentlich schnelleren Weg einschlagen.

Die Auflagen des GlG sind einigermassen moderat und müssten auf den ersten Blick leicht zu erfüllen sein. Firmen mit 100 oder mehr Mitarbeitenden sind dazu verpflichtet, alle vier Jahre eine Lohngleichheitsanalyse durchzuführen und diese von einer unabhängigen Stelle überprüfen zu lassen. Anschliessend müssen Arbeitnehmende sowie Shareholders über das Ergebnis der Lohngleichheitsanalyse informiert werden. Diese muss nach einer wissenschaftlichen und rechtskonformen Methode durchgeführt werden, am einfachsten erfolgt dies mit dem vom Bund zur Verfügung gestellten Standard-Analyse-Tool (Logib).

Zwar hat sich noch keine breite Offenlegungspraxis etabliert. Aber bei näherer Betrachtung dürften sich hier noch einige Herausforderungen stellen. Im Gegensatz zu einem breit angelegten Regelwerk (wie dem Beschaffungswesen des Bundes) bietet nämlich eine fix formulierte Toleranzgrenze von beispielsweise 5% für die Selbstdeklaration von Firmen kaum Rückendeckung. Eigentlich wirft eine Offenlegung nur bei einem Resultat von 0% Lohndifferenz keine Fragen mehr auf. Ganz ohne Widersprüchlichkeit werden deshalb in der Praxis nur wenige Unternehmen dastehen, und selbst ein relativ gutes Resultat von beispielsweise 1%-2% Lohndifferenz wäre wohl nur mit fundierten Begründungen erfolgreich an Dritte zu vermitteln.

Klarheit schaffen mit log+insights

Aufbauend auf den Regressionstechniken des Standard-Analyse-Tool haben wir deshalb bei klingler consultants unser Instrumentarium um geeignete statistische Methoden erweitert. Mit unserem «log+insights» Ansatz können wir mögliche Ursachen für die berechnete Geschlechterdifferenz ermitteln, Zusammenhänge visualisieren und funktionsbezogene Auswertungen erstellen. Das mag zwar nicht notgedrungen zu «besseren», aber zweifellos zu verständlicheren Resultaten führen. Nehmen Sie noch heute mit uns Kontakt auf, wir erklären Ihnen gerne mehr dazu.

Visualisierung der Einflussfaktoren